Ungläubiges Staunen - unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen demonstrierten die Neutraublingerinnen Stefanie Lex, Julia Harzfeld und Veronika Eyerer im Innenhof der Schule eines Townships bei Kapstadt die Dynamik des Rope Skippings

 

Das kleine Häuflein Deutschland

Sensationelle Erfolge für die Rope Skipperinnen des TSV Wacker 50 Neutraubling bei den Weltmeisterschaften in Kapstadt. Schärfste Sicherheitsvorkehrungen bestimmten den Alltag außerhalb des Hallengeschehens

Zwei Gold-, eine Silberund drei Bronzemedaillen - so lautet die stolze Bilanz der zehn Neutraublinger Rope Skipperinnen und ihrer Trainerinnen, die neben dem TV Waldmohr und dem MTV Lüneburg die deutschen Fahnen in Kapstadt vertraten. 

Bereits am ersten Wettkampftag mussten sich die Senior Girls des TSV Wacker mit den 16 besten Mannschaften der Welt messen. Mit einem sensationellen 6. Platz in der Gesamtwertung und einer Bronzemedaille im Single Rope Pair Freestyle zeigten sie deutlich, dass sich das “kleine Häuflein Deutschland“ nicht vor den großen Rope Skipping Nationen USA, Kanada, Australien oder Belgien zu verstecken brauchte.

Am zweiten Wettkampftag gingen die Junior Girls an den Start. Gleich zu Beginn zeichnete sich ab, dass es ein erfolgversprechender Wettkampftag werden würde. Nach den Speeddisziplinen konnte das erste Freestyle (Double Dutch Single) ohne Fehlerpunkte hingelegt werden. Der Jubel kannte keine Grenzen - und es kam noch besser. Am Ende des Tages lautete das Fazit für Veronika Eyerer, Julia Harzfeld, Stefanie Lex, Julia Schmid und Veronika Uhl: Gold im Double Dutch Pair Freestyle und der Double Dutch Gesamtwertung; Silber im Double Dutch Single Freestyle; Bronze im Double Dutch Speed und Bronze in der Gesamtwertung aller Disziplin.

Was für ein Tag!

Neben den sportlichen Highlights mussten die Neutraublinger Sportlerinnen aber auch die wenig erfreuliche Bekanntschaft mit den Problemen eines arg gebeutelten Südafrika machen.

Die Gefahrensituation wurde als extrem hoch eingestuft. Niemand durfte die Halle während der Wettkämpfe verlassen, nicht mal ohne Begleitung die Toilette aufsuchen. Den kurzen Weg zum Hotel zu Fuß zurücklegen? Zu gefährlich! Die Hotelzimmer durften weder verlassen noch jemandem geöffnet werden. Jugendliche sollten in der Nacht in Form von falschen Anrufen aus ihrem Zimmer gelockt werden - trotz der allgegenwärtigen Security. Aber wo Security draufstand musste nicht unbedingt auch Security drin sein.

Auf Südafrika wartet bis zur Fußball-WM noch eine Menge Arbeit!     gp/uh

 

Empfang am
Münchener Flughafen:

stehend v.l.n.r.:
Julia Harzfeld,
Trainerin Pia Pammer,
Trainerin Geli Pammer,
Theresa Meier,
Katharina Raith,
Maria Oberleitner,
sitzend v.l.n.r.:
Magdalene Kroll,
Veronika Eyerer,
Stefanie Lex,
Johanna Raith,
Veronika Uhl,
Julia Schmid