Mit dem Rhönrad als Exot in Korea



Monika Väthbrückner und Robert Stempfl bei den Weltbreitensport-Spielen im südkoreanischen Busan

 

von Johannes Heeg

 

Keine Frage, Monika Väthbrückner und Robert Stempfl sind mit ihren Rhönrädern ziemlich aufgefallen in Busan. Schließlich waren die Aschaffenburgerin und ihr Partner aus Ansbach die einzigen Rhönradturner bei den Weltbreitensport-Spielen Trex-Games in der südkoreanischen 3,8-Millionen- Einwohner-Stadt, wo mehrere tausend Sportler und Mitglieder von Folkloregruppen eine Woche lang die Vielfalt des Breitensports demonstrieren sollten.

Zusammen mit einer sechsköpfigen Fadenspieler-Gruppe aus Niedersachsen und Bremen, einer Sportaerobic-Gruppe aus Rotenburg (Wümme) und einer Trachtengruppe aus Schliersee vertraten Väthbrückner und Stempfl den Deutschen Olympischen Sportbund bei diesem Sportevent. „Wir waren dort mit unseren vier Auftritten schon die Exoten“, sagt die Trainerin, Kampfrichterin und ehemalige Europameisterin vom TuS Aschaffenburg-Leider, die seit ihrem siebten Lebensjahr Rhönrad turnt.

Sie sei schon bei vielen internationalen Sportbegegnungen gewesen und findet es „toll, dass das unkomplizierte Miteinander auch auf so einer Breitensportveranstaltung funktioniert“. Gerne erinnert sie sich an die spontane Party in der Hotellobby, die sich rasch zu einem Fest entwickelt habe, an dem Sportler aus neun Nationen teilgenommen hätten - mit Blasmusik, Schuhplattln, gemeinsamen Singen und Tanzen. Sie selbst fand es interessant, wahrzunehmen, wie Breitensport in anderen Ländern gesehen wird. „Bei vielen kommt es ganz stark aus dem Brauchtum heraus, das bei uns ja nicht mehr so präsent ist.“

 

 

 

 

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